08. Sep 2021

Synergien nutzen, Prozesse und Abläufe vereinfachen

Erfolgsrezept Integriertes Managementsystem

Gastkommentar von Bernhard Bachofner, Chief Technology Officer (CTO) der Fiegl & Spielberger Gruppe

Kürzlich hat die Fiegl & Spielberger Gruppe einen weiteren Meilenstein in ihrer Entwicklung gesetzt. Nachdem Fiegl & Spielberger schon 1992 als erstes Elektrotechnikunternehmen in Österreich ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) nach ISO 9001 eingeführt hat, wurde nun mit einem Integrierten Managementsystem (IMS) nach ISO 27001 und ISO 27701 eine neue Ära eingeleitet.

Vor der Einführung eines Managementsystems fragen sich Verantwortliche häufig nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Sorge besteht, dass die Pflege jedes Managementsystems große Anforderungen an die Organisation und auch an die Mitarbeitenden, welche mit der laufenden Arbeit an den Systemen betraut sind, darstellt. Zertifizierungen also als Leistungssport? Keineswegs!

An Integration kommen Unternehmen kaum noch vorbei

In jedem der Fiegl & Spielberger-Betriebe, wie in allen anderen Unternehmen gibt es Prozesse, welche die Wertschöpfungskette am Laufen halten – praktisch keiner dieser Prozesse läuft isoliert, sondern alle greifen ineinander. In einer vernetzten Welt sind nicht nur Unternehmen und Ökonomien eng verzahnt, auch die Anforderungen an das „Wie“ und das „Was“ von Tätigkeiten werden immer mehr zu Querschnittsmaterien. Soll ein Produktionsprozess qualitätsvoll ablaufen, Umwelt- und Ressourcenschonung miteinbezogen werden und zuguterletzt Informationssicherheit sowie Datenschutz gewährleistet werden, bleibt für effektives Management dieser Prozesse nur eine bedingungslose und pragmatische Integration der Systeme.

Vereinfachung der Abläufe – das Um und Auf

In einer digitalen Wirtschaft machen isolierte Arbeitsanweisungen und Dokumentationen für die unterschiedlichen Aufgabenfelder wenig Sinn. Abläufe sind für Mitarbeitende ohnehin schon sehr komplex geworden und durch aufstrebende Technologien, wie Internet of Things (IoT), Cloud Plattformen und digitalen Kommunikations- und Partizipationsformen mit Kunden, Lieferanten und Partnern, ist ein vernetztes Denken und ein Vernetzen der Managementsysteme eine Grundvoraussetzung. Nur so können konforme Produkte und Dienstleistungen angeboten werden.

Undenkbar wäre heute z. B. eine Bildungsdokumentation für das Personal zu führen, ohne gleichzeitig den Datenschutz und die Informationssicherheit mitzudenken. Oder etwa Qualitätsmanagement im Projekt, ohne dabei auch Aspekte wie Umwelt- und Informationssicherheitsziele zu berücksichtigen.

Im Ergebnis ist es für ein vollständig integriertes System am Ende so, dass man sich die Frage stellen muss, wie man ohne die Verbindung und Vernetzung der Normen überhaupt arbeiten konnte. Man entdeckt Lücken, die sich durch ein isoliertes Abhandeln von Qualitäts-, Umwelt-, Informationssicherheits- und Datenschutzmanagement(PIMS) in verschiedenen Abteilungen ergeben und wird auch auf die durch die Lücken entstandenen Leistungsverluste aufmerksam.

 

Kundenservice

Für die Fiegl & Spielberger Gruppe ist die Vernetzung der Systeme und vor allem auch das Engagement im Bereich Informationssicherheit und Datenschutz eine wesentliche Voraussetzung, um Kunden in Industrie, im Bereich der kritischen Infrastruktur, im Bankenbereich und auch im Privatbereich mit aktuellen und zukunftsorientierten Lösungen bedienen und begeistern zu können.

Diese Lösungen umfassen Elektrotechnik, Telekommunikation, Netzwerk-Technik und IT Plattformen, Sicherheitstechnik mit Alarm-, Brandmelde, Videoüberwachungs- und Zutrittssystemen, Identitymanagement, Automatische Türen und Tore, Photovoltaik und Elektromobilität, Hotel-EDV, Kassen & Schanksysteme, sowie smarte Lösungen für Abfallsammelzentren und Medientechnik.

Autor

Bernhard Bachofner, MBA

CTO Fiegl & Spielberger Gruppe

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